INDIENName: Vom Pangong-See zum Nubra-TalCode: L-3 Dauer: 4 TageGebiet: LadakhAnreise: ab / bis LehBeste Reisezeit: Mitte Juli - Mitte September |
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Diese Reise über drei hohe Pässe verbindet das
Erlebnis des Pangong-Sees mit dem Kennenlernen des Nubra-Tals. Sie werden genug
Zeit haben einzigartige Landschaften und Kulturdenkmäler auf sich wirken zu
lassen.

Die Fahrt zum Pangong-See geht ab Leh am Indus entlang,
vorbei an Shey und Tikse. Bei Sakti biegt
die Straße in nordöstlicher Richtung ab und Sie fahren über den Chang-La-Pass
(5.475 m, dem dritthöchsten befahrbaren Pass der Welt) auf dem die Ladakhkette
überquert wird. Die Passstraße führt steil hinunter in eine weite Talebene,
die schließlich vom riesigen Pangong-See
ausgefüllt wird. Er ist über 130 km lang, an seiner weitesten Stelle 7 km
breit. In seiner Mitte verläuft die Grenze zwischen Indien und China
Hier können die Berge der Changchenmo-Kette
im Norden gesehen werden, die sich im blau-grünen Farbenspiel des klaren Sees
spiegeln. Hinter Spangmik erscheinen die Gletscher und schneebedeckten Gipfel
der Pangong-Kette. Das Bild strahlt eine große Ruhe aus.
Am See gibt es einige winzige Dörfer mit einer Changpa-Nomaden-Bevölkerung.
Sie bauen Gerste und Erbsen im Sommer an. Im Winter wandern sie, bepackt mit
ihren Zelten auf der Suche nach Nahrung für ihre Schaf- und Ziegenherden umher.
Die Fahrt geht zurück über den Changla-Pass, über Sakti, vorbei am Kloster
Traktok über den nun auch für Touristen geöffneten Wari-La-Pass
(ca. 5.300 m). Von dort haben Sie einen großartigen Blick auf die 7-Tausender
des Karakorums, das Massiv der drei Saser-Gipfel und das Nubra-Tal. Es
liegt in einer Höhe von ca. 3.000 Metern. Im Norden wird es vom
Siachen-Gletscher begrenzt, der seine beiden Flüsse Shyok und Nubra speist.
Beide fließen in Baltistan in den Indus. Der Gletscher in über 6000 m Höhe
ist seit vielen Jahren noch immer Streitobjekt zwischen Indien und Pakistan. Das
Tal ist von Leh aus über den Khardungla-Pass (5.600 m) auf der am höchsten
befahrbaren Passtrasse der Welt in ca. 4 Stunden zu erreichen. Das milde Klima
des Nubra-Tals begünstigt den Anbau von Äpfeln, Aprikosen, Nüssen und Weizen.
Seine Bevölkerung bekennt sich zum Buddhismus und zum Islam.
In früheren Zeiten zogen hier die Handels-Karawanen aus Indien und China über
die angrenzenden hohen, gefährlichen Pässe und das Tal diente ihnen als mehrwöchiger
Rast- und Handelsplatz. Auf der Passfahrt durch arides Hochgebirge hinunter in
die weite, grüne Tallandschaft mit dem breiten Geäder der Flüsse werden auch
Sie das Gefühl der Menschen von damals, an einen einladenden Ort gekommen zu
sein, verstehen können.
Programm:
1.
Tag Fahrt
von Leh über Shey, Tikse, Chemre, Sakti, den Changla-Pass (5.475 m) zum
Pangong-See. Spaziergang am See entlang und Erkundung der Umgebung mit ihrer
Changpa-Nomadenbevölkerung. – Übernachtung im Dorf Tangtse ca. 30 km vom See
entfernt in einem einfachen Gästehaus. (ca. 150 km)
2. Tag Fahrt
von Tangtse über den Changla-Pass zurück bis Sakti. Dann geht es nordwärts über
Trakthok (Besichtigung des Klosters des Nyingmapa-Ordens, mit einer
uralten Höhle, in der Padmasambhava im 8.Jh. meditiert hat), den Wari-La-Pass
(ca. 5.300 m), hinunter ins Nubra-Tal, durch Dörfer inmitten von Feldern
und Obstgärten bis Sumur am Nubra-Fluss. Dort Übernachtung in einem neu
erbauten, modern ausgestatteten Bungalow inmitten von Wiesen mit Aprikosenbäumen.
Spaziergang durch das Dorf Sumur. (ca. 170 km).
3. Tag Tagesausflug
(70 km)
Von Sumur Fahrt nach Hunder, wo es große Sanddünen gibt und baktrische
Kamele (mit 2 Höckern). Es werden Kamelritte angeboten. Rückfahrt bis zum Kloster
Diskit (16. Jh.), größtes und ältestes Kloster des Tals, das malerisch
auf einer Felsspitze liegt. Von seinen hoch hinauf gestaffelten Gebäuden haben
Sie einen weiten Blick auf das Tal mit den zahlreichen Flussarmen des Shyok. Rückfahrt
nach Sumur. Spaziergang am Fluss entlang oder zum Kloster von Sumur.
4.Tag Kloster Samsteling und Rückfahrt nach Leh
Von Sumur geht die Fahrt zum Kloster Samsteling, ca. 150 Jahre alt mit einer
beeindruckenden Thanka-Sammlung und sehr gut restaurierten Wandmalereinen. Es
wurde 1962 vom Dalai Lama geweiht. Rückfahrt vom Nubra-Tal über Khalsar, den Khardungla-Pass,
mit weitem Blick auf die Berge des Karakorums im Norden und im Süden auf die
Zanskar-Kette. Der Pass wurde früher nur nachts oder am frühen Morgen überquert,
weil die Straße dann hart gefroren war.
Es geht in steilen Kehren hinunter ins Tal von Leh. Am späten Nachmittag
Ankunft in Leh.
Hotelübernachtung. (ca. 140 km)
Hinweis: Sie sollten diesen Baustein ans Ende Ihrer Ladakhreise setzen, weil
Sie dann akklimatisiert sind.
Leistungen: Transport im Geländewagen, 1 Übernachtung in einem einfachen Gästehaus
in Tangtse, 2 Übernachtungen in
einem modernen, sauberen Bungalow in DZ mit Bad/WC, Vollverpflegung, Führung in
englischer Sprache (u.U. auch in Deutsch möglich).
Preis
pro Person ab 2 Personen Beteiligung: 420,- €
Bei beiden Fahrten können seltene Wasservögel (diese insbesondere am Tso Moriri-See), Kyangs (wilde Esel), Blauschafe, Gazellen, Hasen, Murmeltiere und eventuell schwanzlose Ratten beobachtet werden Die Mitnahme eines Fernglases für die Vogelbeobachtung wird empfohlen.
Ausrüstung:
feste, bequeme Schuhe; wegen der intensiven Sonneneinstrahlung in großer Höhe:
Sonnenschutzcrème, Kopfbedeckung, Staubschutz (Tuch), langärmlige
Baumwollkleidung, Pullover, warme Jacke.
Fuer den Fall eines Klimasturzes: Schlafsack,
Aspirin, Vitamin C. Taschenlampe.
Viel Trinken hilft bei der Anpassung an die Höhe (drei Liter täglich).
Hinweis: Die großen Höhen stellen auch für einen gesunden Menschen
in den ersten Tagen des Aufenthalts in Ladakh eine Belastung dar. Deshalb
sollten Sie die Fahrten zu diesen Seen, die in große Höhen führen, möglichst
weit ans Ende Ihres Aufenthaltes setzen. Konsultieren Sie vor Buchung dieser
Reise zur Sicherheit Ihren Arzt. – Zum guten Gelingen dieser Reisen beitragen
werden Ihr Verständnis und Teamgeist bei unvorhergesehenen Situationen