INDIENName: Wanderung rund um den Tso Moriri See See (LT-1)Code: LT-1
Dauer:
6 Tage
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Grundsätzliches:
Die überwältigende Natur des Himalaya können Sie in ihrer Ursprünglichkeit
nur auf Bergwanderungen erfahren.
Diese erfordern aus folgenden Gründen
eine expeditionsmäßig ausgerüstete Begleitmannschaft:
In den nur wenig besiedelten Gebirgen Kaschmirs und Ladakhs gibt es keine Hütten
oder Hotels in Tagesetappen und kaum eine Möglichkeit, unterwegs Vorräte zu
kaufen, so dass alles zum Leben Notwendige mitgenommen werden muss. Dies
empfiehlt sich auch aus Rücksichtnahme auf das empfindliche Gleichgewicht
zwischen der Natur und den Menschen hier, die unter großen Mühen dem
wenigen kultivierbaren Boden gerade die Nahrung für ihren eigenen Bedarf
abringen können. Gleiches gilt für das Brennmaterial: es sollte nichts
abgeholzt, sondern mitgebrachtes Kerosin verwendet werden.xHinzu kommt, dass
viele Wege relativ wenig begangen werden und streckenweise durch Erdrutsche und
Wettereinflüsse verschwinden können, dass Flüsse oft keine Brücken haben und
bei Regen innerhalb kurzer Zeit zu unüberwindlichen Barrieren werden können
und die Tragfähigkeit von Schneebrücken und Gletscherfeldern nur von
Ortskennern beurteilt werden kann.
Deshalb sind für
Wanderungen in diesem Teil des Himalaya
-
ein verantwortungsbewusster,
erfahrener und ortskundiger Führer
-
Ponies
und/oder Träger für das Gepäck und die Ausrüstung
-
ein Koch, der die
Mahlzeiten unterwegs frisch zubereitet und Hilfspersonal
notwendig.
2-Personen-Zelte mit Schlafunterlagen werden zur Verfügung
gestellt. Als wohltuend empfindet der höhenungewohnte und daher leichter ermüdbare
Mitteleuropäer den Transport seines Gepäcks auf den Ponies.
Wanderung
„Rund um den Tso Moriri-See“
Die Wanderung führt mit leichten An- und Abstiegen rund um den bezaubernd schönen
Tso Moriri-See (Tso heißt: See),
einem Salzwasser-See in 4.500 m Höhe, 80 km entfernt von der chinesischen
Grenze. Der See ist ca. 28 km lang und 8 km breit. Er wird vom Schmelzwasser der
umliegenden schneebedeckten Berge und von Gletschern gespeist. Zahlreiche nach Süden
abfließende Bäche bewässern die angrenzenden Täler.
An seinen Ufern mit Nasswiesen und Marschland nisten viele selten gewordene
Vogelarten.
Der klare See bietet tagsüber ein faszinierendes, immer wechselndes
Farbenspiel. An den ersten drei Abenden werden Sie über den schneebedeckten
Gipfeln den Sonnenuntergang erleben und an den letzten beiden Morgen den
Sonnenaufgang – ein bewegendes Naturschauspiel.
Die Wanderung führt meist nahe am See entlang, nur manchmal sind kleinere Pässe
zu überwinden. Es ist empfehlenswert für die Durchquerung kleiner Flüsse
Wassersandalen mitzubringen. Für die Vogel- und Wildbeobachtung ist ein
Fernglas nützlich. Während der Wanderung können Sie Kyangs (Wildesel) und
wenn Sie Glück haben Schneeleoparden, Antilopen und Gazellen beobachten.
1.
Tag: Fahrt Leh – Tso Moriri-See (ca. 220 km)
Schon frühmorgens (7 Uhr) geht die Fahrt von Leh in südöstlicher Richtung am
Indus entlang bis Upshi. Dort biegt die Straße ab und führt über den
Taklang-La-Pass (5.260 m) zum Tso-Kar-See, einem klaren, grünblauen, stark
salzhaltigen See und Nistplatz seltener Wasservögel. Ein kleines Kloster kann
im nahe gelegenen Nomadenquartier Thukche besucht werden. Die Fahrt geht, ab
jetzt auf schwieriger Piste, über einen weiteren Pass, den Polo Kongka (4.920
m) und an den heißen Schwefelquellen von Puga vorbei. Unterwegs sehen Sie
Nomaden mit ihren Schaf- und Ziegenherden. Die kleinen schwarz-weiß gefleckten
Ziegen liefern die wertvolle Kaschmirwolle, hier Pashmina genannt. Nach ca.
6-8-stündiger Fahrt ist der Tso Moriri-See erreicht. Sie übernachten im Dorf
Korzok auf einem Zeltplatz in bequemen Doppelzelten. Im Dorf gibt es ein
kleines, sehenswertes Kloster zu besichtigen.
Die Dorfbewohner bauen auf winzigen, rechteckigen Feldern Gerste an, das
beliebte und gesunde Grundnahrungsmittel der Ladakhis. Die Gerste wird geröstet,
gemahlen und löffelweise in den Butter-Tee gerührt, der in großen Mengen
getrunken wird.
2.Tag:
Korzok – Gyaling Gyak (6-7 Std.)
Einige kleine Anhöhen sind zu überwinden, die Farben des Sees verändern sich
dauernd. Hier sind oft Wildesel auszumachen. Einige Flussdurchquerungen werden nötig.
Bis zum Stop in Dungri (am nächsten Tag) guter Blick auf die Berge Lungser
(6.650 m) und Chamser (6.600 m) auf der gegenüberliegenden Seite des
Sees.
3.
Tag: Gyaling Gyak – Dungri (5-6 Std.)
Für diesen Tag muss Ihre Begleitmannschaft Trinkwasser mitnehmen.
Heute müssen Sie viele Male kleine Flüsse durchqueren. Dann wandern Sie durch
das Phirse Phu-Tal, ganz am Ende des Sees, vorbei an Marschland. Dort besteht
die Chance, die seltenen Schwarz-Hals-Kraniche und andere Wasservögel zu
beobachten.
4.
Tag: Dungri – Lungser (5-6 Std.)
Während der ersten Kilometer werden Sie heute den See nicht sehen können, da
die Berge hier steil in den See abfallen. Der Weg führt hinter den Bergen
vorbei. Nach einigen Auf und Abs sehen Sie über dem Dorf Korzok auf der gegenüberliegenden
Seite des Sees den Gipfel des Mentok (übersetzt: Blume) in 6.250 m Höhe. Sie
zelten unter dem Gipfel des Lungser (6.650 m) in 4.500 m Höhe an einem
Gebirgsbach.
5.
Tag: Lungser – Peldo (6-7 Std.)
Leichter Weg ganz nah am See entlang, vorbei an vereinzelten Nomadenzelten und
an Nasswiesen, die Brutplätze für Wasservögel sind.
In Peldo, dem letzten Teil des Sees Übernachtung auf einem Campingplatz bzw.
kurze Fahrt nach Korzok und Übernachtung auf dem dortigen Zeltplatz.
6.
Tag: Fahrt Korzok – Leh
(220 km)
ENDE!
Von
den Teilnehmern mitzubringen: Schlafsack,
Rucksack oder besser Seesack, Taschenlampe, gute Wanderschuhe, Wassersandalen für
die Flussdurchquerungen, Regenschutz
mit Kapuze, Pullover oder warme Jacke mit Kapuze, leichte Baumwollkleidung mit
langen Ärmeln, gute Sonnenbrille, sehr gute Sonnenschutzcreme, Wasserflasche,
Mikropurtabletten, Heftpflaster, Aspirin, Sonnenschutz für den Kopf, großes
Tuch gegen Staub auf der Fahrt.
Leistungen:
Transport
in geschlossenem Jeep, Ponies.
Doppelzelt mit Schlafunterlagen, Vollverpflegung. Führung in englischer
Sprache, Reisepreissicherungsschein.
Preis pro Person ab 2
Personen Beteiligung: 564,- €-
Hinweis: Die großen Höhen stellen auch für einen gesunden Menschen
in den ersten Tagen des Aufenthalts in Ladakh eine Belastung dar. Deshalb
sollten Sie die Fahrten zu diesen Seen, die in große Höhen führen, möglichst
weit ans Ende Ihres Aufenthaltes setzen. Konsultieren Sie vor Buchung dieser
Reise zur Sicherheit Ihren Arzt. – Zum guten Gelingen dieser Reisen beitragen
werden Ihr Verständnis und Teamgeist bei unvorhergesehenen Situationen
Interesse? Melden
Sie sich.