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Allgemeine
Informationen und Tipps Geographie/Lage/Politik Indonesien, ein Archipel mit mehr als
13.600 Inseln und einer Ost-West-Ausdehnung von über 5.000 km ist eines
der größten Länder der Erde. Gemessen an der Einwohnerzahl, ist das
Land mit ca. 210 Mio. Einwohnern, an dritter Stelle der Bevölkerungsreichsten
Länder der Welt. Die Bildung des Indonesischen Archipels
vollzog sich in geologisch junger Zeit, was der ausgeprägte Vulkanismus
heute noch zeigt (12 aktive Vulkane auf Sulawesi). Nachdem Generalmajor Suharto im September 1965 einen Putschversuch, für den die Kommunisten verantwortlich gemacht wurden, verhinderte, übernimmt er im März 1966 die Staatsgewalt und wird im März 1967 zum Präsidenten ernannt. Seit dieser Zeit regierte er das Land als Diktator und verwandelte es in ein korruptes aber auch in ein wirtschaftlich boomendes Land. Im
Juli 1997 beginnt die Asienkrise in Thailand, indem die thailändische
Regierung im Kampf gegen internationale Devisenspekulanten die Bindung
der Währung an den Dollar aufgibt. Kurz darauf ereilt dem Malayischen
Ringgit das selbe Schicksal und am 14.August 1997 gibt auch Indonesien
die Bindung der Rupiah an den Dollar auf. Daraufhin stürzt der Kurs ab.
Nachdem der indonesische Rupiah von
2.200 Rupiah pro US-Dollar auf 8.500 Rupiah pro US-Dollar abrutschte und
der Internationale Währungsfond (IWF) Hilfe zugesagt hatte begannen im
Januar 1998 Unruhen aufgrund steigender Lebensmittelpreise, wobei
Menschen starben. Der Rupiah sinkt
weiter auf 10.000 Rp pro USD. Am 6.März
1998 setzt der IWF seine Finanzhilfe für Indonesien, wegen mangelnder
Reformbereitschaft der Regierung, aus. Im
Mai werden sechs Studenten, die gegen Präsident Suharto protestierten,
bei Zusammenstößen mit der Polizei getötet. Daraufhin bricht im Land
das Chaos aus. Bei Plünderungen sterben 1000 Menschen. Während das Land nun noch immer vergebens auf Neuwahlen hofft, hat sich die Lage etwas entspannt. Doch immer wieder gibt es Unruhen, da das Land aufgrund hoher Lebensmittelpreise und Arbeitslosigkeit in Armut versinkt. 50 % der Indonesier leben nun unter der Armutsgrenze. Daneben steht das Land unter einer Zerreißprobe. Während Ost-Timor schon immer im Clinch mit der Zentralregierung war und weiterhin ist, besteht die Gefahr, dass sich auch weitere Teile Indonesiens abspalten könnten. Hierzu zählen die Mollukken, Irian Jaya – daß sich schon immer zu Papua Neuguinea wähnte, Nordsumatra / Provinz Aceh sowie andere Landesteile welche mehrheitlich von anderen Religionen als dem Islam bewohnt werden. Immer
noch haben Polizei und Militär große Macht im Land, welches weiterhin
von korrupten Banden gelenkt wird, so dass Indonesien noch einen weiten
Weg zur Demokratie vor sich hat. Präsidentin
Megawati Sukarnoputri die Tochter des Staatsgründers Sukarno wird 1999
zur 1. frei gewählten Präsidentin ernannt. Seitdem versinkt das Land noch mehr in Chaos und
Korruption. Die Rodungen der Wälder haben ein Höchstmaß erreicht,
hinzu gesellt sich die Problematik des 11. Sept. 01 (NY) und die Kriege in
Afganisthan und Irak. Diese politischen, wirtschaftlichen und umweltproblematischen Ereignisse haben negative Schlagzeilen für Indonesien als Reiseland gebracht und führten zu einem dramatischen Rückgang der Reisenden, was wiederum die wirtschaftliche Krise verschärfte. Besonders der Rückgang des innerasiatischen Geschäfts- und Urlaubsreiseverkehr hat zu niederen Auslastungen in den meisten Hotels des Archipels geführt. Bei Neuwahlen in 2004 wurde Präsidenten Megawati abgewählt. Neuer Präsident ist seit September 04 der ehemalige Genaral Susilo Bambang Yudhoyono. 26.Dezember
2005 Der Tourismus hat wieder hohes Niveau bei den Besucherzahlen erreicht. Die übrigen Inseln des Archipels leiden noch immer an den oben beschriebenen Umständen. 28.März 2005 Vor der Westküste Sumatras ereignet sich ein weiteres schweres Seebeben (Stärke 8,6). |
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